Das Referendum vom 16.04.2017 – Zahlen und Infos

22:00 Ministerpräsident Yıldırım spricht in Ankara, dankt den “ja” Wählern und ruft dazu auf, Frieden zu bewahren und beschwört die Einigkeit aller Menschen in der Türkei. “Ob ja oder nein, alle Wähler sind uns gleich wichtig.” 

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 20:30 die Wahl ist entschieden. 51,3% ja. Zusammen  mit den auslandsstimmen dürften 52% Ja das Endergebnis ausmachen. 

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19:30 95% der Stimmen sind ausgezählt, derzeit sind es 51,7%  JA Stimmen und 8,3% NEIN Stimmen. Mit Ausnahme von Bursa, das mit 53,5% für JA stimmte, haben die 6 grössten Städte der Türkei Antalya, Adana, Ankara, Istanbul und Izmir mit Nein gestimmt. Allerdings sind noch nciht alle Stimmen ausgezählt.

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19:10
inzwischen sind fast 88% der Stimmen ausgezählt und es zeichnet sich ein Kopf- an Kopfrennen ab: derzeit 52,9% JA und 58% nein
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19:00 Die ersten Ergebnisse der Auslandsstimmen sind eingetroffen: 60,9%  ja und 39% nein  +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
18:35
Auszählung der Stimmen aus dem Ausland hat begonnen:
Aus 57 Ländern haben 1,326,070 Wahlberechtigte beim Referendum abgestimmt.
Essen 75.925 Stimmen Stuttgart 75.002 Stimmen, Düsseldorf 72.051, Anvers/Belgien 41.746 Stimmen, Paris 52.484 Stimmen, Rotterdam 49.425, Nordzypern 43.480 Stimmen.
Die Zählung jeder Urne wird von einem Leiter, einem Beamten sowie 5 Beobachter aus CHP, AKP und MHP überwacht.
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18:30 ES SIND 50% der Stimmen ausgezählt: 55,5% JA und 44,5% NEIN ‘

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18:25 ANTALYA STIMMT MIT NEIN: 43,90% Ja,  56,10% NEIN bei insgesamt %46.03 der Urnen
sehr knapp scheint das Ergebnis in Alanya auszufallen:   JA: %50.10   NEIN: %49.90

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18:14 Bisher haben 51 Provinzen mit JA und 25 Provinzen mit NEIN gestimmt
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18:10
Bisher geöffnete Wahlurnen: 44,4 % Ausgezählte: 32,5% ERGEBNISSE BISHER 58,6 % JA  41,4% NEIN
Die Wahlbeteiligung ist – wie immer – sehr hoch: 85%
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17:55 Die ersten Ergebnisse trudeln ein…. bisher sind knapp 28% der Urnen geöffnet

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17:05 Alle Wahllokale sind geschlossen, die Auszählungen beginnen. Die ersten Ergebnisse dürfen ab 18 Uhr türkischer Zeit veröffentlicht werden. 

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Es kam teilweise zu Ausseinandersetzungen – sowohl prominente “Ja-Sager” als auch “Nein-Sager” wurden vor den Wahllokalen angegriffen

Bei einer Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Familienmitgliedern in einem Dorf bei Diyarbakir starben 3 Menschen

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In der Türkei sind heute 55.319.222 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme an einer der 167.140 Wahlurnen im Land ihre Stimme für das Referendum abgzugeben. Die Wahllokale, die in der Regel in Schulen eingerichtet werden und von Beamten und Freiwilligen aller Parteien beaufsichtigt werden, sind heute von 08 – 17 uhr geöffnet, in einigen Provinzen weit im Osten des Landes dagegen von 07 bis 16 Uhr.

Die Wahlbeteiligung in der Türkei ist traditionell sehr hoch, es ist wohl mit einer Quote nahe 90% zu rechnen. In Alanya bildeten sich bereits kurz nach Öffnung der Wahllokale um 08 Uhr morgens lange Schlagen vor den Räumen.

Jedes Wahllokal ist mit mindestens 6 – 7 Personen besetzt, einer davon hat nichts anderes zu tun als alles zu beobachten. Der Ablauf ist streng geregelt. Die Wahlberechtigten haben zuvor von ihrem Dorf- oder Stadtteilvorsteher (Muhtar) eine Wahlbenachrichtigung bekommen. Zusammen mit dieser und dem Personalausweis (Kimlik) können sie zu ihrem Wahllokal gehen. Eine Person direkt am Eingang kontrolliert, ob der/die Wahlberechtigte auch im richtigen Raum ist bzw. auch nur zum Zweck der Wahl gekommen ist. Der zweite nimmt Ausweis und Wahlzettel und gleicht beide ab. Danach liest er einem Dritten die Daten vor, der die Liste kontrolliert. Zwei weitere sitzen an der Urne und haben diese im Auge… Ist eine Wahlkabine frei, erhält der Wahlberechtigte dann den abgestempelten Umschlag, einen Stempel mit “Tercih” (Entscheidung) und den zweifarbigen Zettel, auf dem gross EVET und HAYIR steht. Taschen und Handys dürfen nicht mit in die Kabine genommen werden!

Kaum ein politischer / behördlicher Vorgang in der Türkei ist so gut kontrolliert und dokumentiert wie Wahlen – auch unabhängige internationale Wahlbeobachter und die oppositionelle Nichtregierungsorganisation “Oy ve ötesi” geht davon aus, dass die Wahl selbst zum grössten Teil korrekt abläuft.

Nachdem der gelbe Umschlag dann in die durchsichtige Urne geworfen wurde, muss die Liste unterschrieben werden.

Um Punkt 17 Uhr werden keine neuen Wähler mehr zur Stimmabgabe registriert. Wähler, die vor dem Ende der Wahlzeit um 17 Uhr in ihrem Wahllokal waren, aber nciht mehr rechtzeitig ihre Stimme abgeben können, werden vom Wahlleiter durchgezählt und in der Reihenfolge ihres Eintreffens noch eingelassen.

Traditionell ist am Wahltag von 06 – 24 Uhr der Verkauf von Alkohol in den Märkten verboten, auch Lokale, die Alkohol verkaufen sind geschlossen. Vergnügungsparks und ähnliche sind in der Zeit der offenen Wahllokale geschlossen. Restaurants dürfen keinen Alkohol ausschenken.

Ausser Polizei und Militär ist das Tragen von Waffen strengstens verboten. Die ersten Nachrichten zu Hochrechnungen oder Ergebnissen sind erst nach 18 Uhr erlaubt. Zwischen 18 – 21 Uhr dürfen nur von der Hohen Wahlkommission bekanntgegebene Zahlen veröffentlicht werden. Spätestens um 21 Uhr ist die Berichterstattung freigegeben. In der Regel gibt die YSK diese aber bereits früher frei.

Wir werden an dieser Stelle ebenfalls ab 18 Uhr berichten.


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